Archiv - Aktuelles 2009

     
PDF-Datei Ausschreibung Landeswettbewerb 2009  
  Pflicht- und Wahltitel für konzertante Blasmusik 2009 PDF-Datei
  Pflicht- und Wahltitel für die moderne Blasmusik 2009 PDF-Datei
  Pflichttitel für die traditionelle Blasmusik Böhmisch-Mährisch 2009 PDF-Datei
  Wahltitel für die traditionelle Blasmusik Böhmisch-Mährisch 2009 PDF-Datei
 
     
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1.Thüringer Blaswettbewerb

Am Samstag, dem 06.11.09 und am Sonntag, dem 07.11.09 (Abschlusskonzert) fand in Untermaßfeld bei Meinigen der 1.Thüringer Blaswettbewerb statt.
Die Siegerpokale müssen nun in 2 oder 3 Jahren verteidigt werden.
Am 1. Wettkampf nahmen folgende Klangkörper aus Thüringen in den bezeichneten Kategorien teil und erreichten folgende Platzierungen:

  1. Blas-, Tanz- und Unterhaltungsorchester KWH e. V.
    Leitung: LMD Steffen Weber-Freytag)

    - konzertante Blasmusik in der Oberstufe;
    - 88,3 Punkte; Prädikat sehr gut; Pokalsieger.
    www.btu-kwh.de

  2. Jugendrotkreuzorchester Meiningen e. V.
    Leitung: Jörg Hannemann

    - moderne Blasmusik in der Mittelstufe;
    - 70,8 Punkte; Prädikat gut, Pokalsieger.
    und
    - böhmisch-mährische Blasmusik in der Mittelstufe;
    - 78,9 Punkte; Prädikat gut.
    www.jrkorchester.de

  3. Jugendblasorchester Tröbnitz
    Leitung: Uwe Körnig

    - böhmisch-mährische Blasmusik in der Mittelstufe;
    - 83 Punkte; Prädikat sehr gut; Pokalsieger.
    www.jbo-troebnitz.de

  4. Kinder- und Jugendorchester Gleichamberg e. V.
    Leitung: Thomas Gütter

    - böhmisch-mährische Blasmusik in der Unterstufe;
    - 80,6 Punkte; Prädikat gut; Pokalsieger.
    und
    - moderne Blasmusik in der Unterstufe;
    - 72,6 Punkte; Prädikat gut; Pokalsieger.

  5. Jugendblas- und Schauorchester Weimar
    Leitung: Hans Gärtner

    - moderne Blasmusik in der Oberstufe;
    - 84,5 Punkte; Prädikat sehr gut; Pokalsieger.
    www.schauorchester.de

  6. Kinder- und Jugendmusikverein Römhild e. V.
    Leitung: Gerald Wilhelm

    - böhmisch-mährische Blasmusik in der Mittelstufe;
    - 72 Punkte; Prädikat gut.
    www.musikverein-roemhild.de

Die Wettbewerbsjury bestand aus:

Franz Watz   
                     
(* 09.03.1949 Neu-Arad / Rumänien arbeitet auch unter dem Pseudonym Joe Grain - Komponist und Arrangeur)
Franz Watz besuchte ein Musikgymnasium und spielte Klarinette und Klavier. Im Anschluss studierte er Musikpädagogik, Musikwissenschaft und Tuba an der Hochschule für Musik in Klausenburg. Nach dem Staatsexamen spielte er in Tanz- und Unterhaltungsorchestern mit und gründete ein Jugendblasorchester. Von 1972 bis 1976 war er Mitglied der Philharmonie in Arad, und er unterrichtete am deutschsprachigen Gymnasium Musik. Er arbeitet seit 1977 als Lehrer an der Jugendmusikschule in Böblingen. Seit dem Jahr 1979 komponiert und arrangiert er für den Rundel - Verlag. Er ist seit 1985 freischaffend als Komponist, Dirigent und Pädagoge in der Blasmusik tätig.

Wilfried Schnöke
(20.01.1945 Liegnitz Musikdirektor)
Wilfried Schnöke besuchte die Musikschule in Zeitz und studierte von 1959 - 1966 am Konservatorium Halle in den Fächern Violine, Klarinette und Klavier;  Fachschulabschluss als Orchestermusiker. Ab November 1964 war er Soloklarinettist im Standortmusikkorps des Ministeriums des Innern in Halle. Er studierte von 1969-73 an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“ in den Fächern Dirigieren und Klavier und absolvierte mit dem Staatsexamen als Chor- und Ensembleleiter. Im gleichen Jahr wurde er stellvertretender Leiter des Standortmusikkorps Halle, 1976 dessen Leiter; 1982 erfolgte die Ernennung zum Musikdirektor; 1991 Leiter des Landespolizeiorchesters Sachsen-Anhalt, ab 1992 Leiter des Polizeimusikkorps Thüringen; 2005 Versetzung in den Ruhestand. Wilfried Schnöke ist als Chorleiter im Raum Erfurt tätig. Er ist auch Berater in der Literaturauswahl für das LBO.

Georg Maus                     
(*1967 Basel - Leiter einiger Big Bands in Hessen und Thüringen)
Posaunist in der SWR Big Band seit 1994. In Basel geboren, verbrachte er die ersten sechs Lebensjahre in der Schweiz und Venezuela, lebt aber seit 1975 in Seeheim an der Bergstraße. Unterricht genoss Maus u. a. bei Bobby Burgess – dem leider inzwischen verstorbenen, langjährigen Lead - Posaunisten der SWR Big Band –, Erik van Lier und Malte Burba. 1985 wurde er Mitglied im Landesjugendjazzorchester Hessen und begann ein Jahr später sein Studium am angesehenen Konservatorium im holländischen Hilversum. In dieser Zeit hatte Georg Maus bereits Engagements beim renommierten Metropole Orchester (Hilversum), bei der HR Big Band, bei der Frankfurt-Jazz-Big-Band und bei dem Musical Starlight Express in Bochum. Er spielte u. a. mit Chuck Findley, Ed Neumeister, Jerry und Ack van Rooyen (letzterer ebenfalls langjähriges Mitglied der SWR Big Band), Wilson De Oliveira, Bobby Shew, Cleo Laine und John Dankworth. 1991 schloss er sein Studium mit der künstlerischen Reifeprüfung ab und unterrichtet seither an den Konservatorien in Mainz und Heppenheim sowohl als Posaunenlehrer als auch als Combo- und Big-Band-Leiter. Georg Maus ist ein gefragter Spezialist für das blechbläserische Fundament. 

 

 

FW Meininger Tageblatt vom 08.11.2009

 

(Untermaßfeld) Dass Blasmusik sehr viele Facetten zu bieten hat und deshalb auch junge Leute zu begeistern vermag, davon konnte sich am Samstag das Publikum im Untermaßfelder Kulturhaus überzeugen. Zum ersten Mal trug der Blasmusikverband Thüringen einen Blasmusikausscheid aus und fand dafür in Untermaßfeld den passenden Veranstaltungsort.


Das Meininger Jugendrotkreuzorchester (hier noch bei der Probe) holte sich den
Siegerpokal im Genre moderne Blasmusik/Mittelstufe. Bild: Schreyl

Etwa alle zwei Jahre organisiert der Verband, dem 72 Vereine und fast 3000 Musikanten angehören (die Hälfte davon Kinder und Jugendliche in der Musikausbildung), Wertungsspielveranstaltungen. Dort können sich die Ensembles einstufen lassen und nützliche Hinweise der Juroren bekommen. „Das Wertungsspiel allein war uns aber etwas zu trocken. In jeder Kategorie treten ja mehrere Gruppen an. Deshalb haben wir uns überlegt, als Verband einen Wanderpokal zu stiften, um die besten jeder Kategorie besonders zu würdigen.“ schildert der amtierende Landesverbandsvorsitzende Stefan Acker, wie die Idee entstand, fortan einen Thüringer Blasmusikausscheid zu veranstalten. Die organisatorische Arbeit lag vor allem in den Händen von Steffen Weber-Freytag, Landesmusikdirektor und Leiter des Landesblasorchesters (hier wirken 60 der besten Musikanten aus allen Landesteilen mit). Der besondere Anreiz des neuen Ausscheids: Die Wanderpokale müssen beim nächsten Mal verteidigt werden, was den Teilnehmerkreis sichert, aber wohl auch darüber hinaus den Ehrgeiz weiterer Vereine wecken dürfte.

Sechs Orchester am Start

Sechs Ensembles mit insgesamt 205 Akteuren stellten sich am Samstag in Untermaßfeld der hochkarätig besetzten Jury, die im Kulturhaussaal auf einem Podest Platz genommen hatte, um die beste Akustik und Sicht im Saale zu haben: Mit dabei Georg Maus, ein bekannter Big-Band-Leiter, Wilfried Schmoeck, ehemaliger Dirigent des Polizeiorchesters Thüringen, und Franz Watz, ein in der Blasmusikszene bekannter Arrangeur und Komponist, der in Milz auch den Blasmusiklehrgang des  Landesverbandes leitet.
Ihrem strengen Urteil stellte sich unter anderem das Jugendrotkreuzorchester Meiningen, das in zwei Kategorien, böhmisch-mährische und moderne Blasmusik an den Start ging und sich in der zweiten Kategorie in der Mittelstufe den Pokal sichern konnte. Außerdem beteiligten sich an dem ersten Thüringer Ausscheid  der Kinder- und Jugendmusikverein Römhild, das Kinder- und Jugendorchester Gleichamberg (Pokal Unterstufe/ böhmisch-mährische sowie Pokal Unterstufe moderne Blasmusik), das Jugendblasorchester Weimar (Pokal Oberstufe/moderne Blasmusik), das Blas-, Tanz- und Unterhaltungsorchester Keramische Werke Hermsdorf (Pokal Oberstufe/ konzertante Blasmusik) und das Jugendblasorchester Tröbnitz (Pokal Mittelstufe/ böhmisch-mährische Blasmusik).

Dass sich nicht noch mehr Formationen beteiligten hatte Gründe: „Das Orchester muss sich ganz speziell auf diesen Auftritt vorbereiten. Von einer vorgegebenen Titelliste, die auf die bundesweit geltenden Reglementarien abgestimmt ist, muss man sich ein Pflichtstück und ein Wahlstück aussuchen und einstudieren. Damit sind zusätzliche Probenarbeit und viel Engagement verbunden“, erläuterte Stefan Acker.  Viele, die nicht selbst auf der Bühne standen, waren aber zumindest im Saal - Publikum - so Blasmusiker aus Jüchsen, Lucka, Gleina und Jena. Jedes der teilnehmenden Ensembles hatte 25 Minuten Zeit, um ihre Wahl- und Pflichttitel in der jeweiligen Kategorie zu präsentieren. Manche boten noch ein drittes Stück als "Zugabe" dar.
Ein wenig unterscheidet sich der Thüringer Landesverband mit seinen Modalitäten von denen, die im Bundesvergleich gelten, erwähnt Stefan Acker. „In der Wertungsspielordnung sind wir offen für alle Orchesterbesetzungen. Ein Ensemble kann also auch aus zwölf Mann bestehen oder weniger. Bundesweit ist vorgeschrieben, welche Besetzung in welcher Kategorie als Mindestanforderung besteht. Für uns ist aber die Musikalität entscheidender, unabhängig von der Besetzung.“

Guter Gastgeber

Dass die Wahl des ersten Austragungsorts auf Untermaßfeld fiel, hat mehrere Anlässe. Zum einen kamen gleich drei Ensembles aus dem Südthüringer Raum. Ausdrücklich lobte Stefan Acker die Untermaßfelder, die sich bereits bei früheren Blasmusikveranstaltungen, bei Proben des Landesblasorchesters, als hervorragende Gastgeber erwiesen hatten. „Die Gemeinde steht voll dahinter.“ so der amtierende Landeschef. Bürgermeister Albrecht Schmidt jedenfalls ging als Saalbedienung mit gutem Beispiel voran. (any)

 
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